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Ratgeber für Angehörigeund pflegende Familien.

Pflege ist selten geplant. Umso wichtiger, dass jemand die Landkarte kennt. Hier finden Sie fundierte Artikel, einen Kompass durch alle Phasen, praktische Checklisten und kostenlose Vorlagen — geprüft von unserer Pflegeberatung.

Kapitel 01 · Blog

Aktuelle Beiträge

12 Artikel
Titelgeschichte · Finanzierung

Pflegegrad beantragen — Schritt für Schritt zum richtigen Antrag

Vom Erstantrag bei der Pflegekasse bis zum MD-Gutachten: So bereiten Sie sich vor und vermeiden typische Fehler.

8 Min. 14. Februar 2025
Artikel lesen
Kernpunkte
  • Antrag rückwirkend gültig ab Antragsmonat
  • MD-Begutachtung nach 6 Modulen
  • 25 Werktage Bearbeitungsfrist
  • Widerspruchsfrist: 4 Wochen
02
Grundlagen

Pflegegrad 1 bis 5 — was hinter den Zahlen steckt

Von geringen Beeinträchtigungen bis zur schwersten Pflegebedürftigkeit: Welche Leistungen gehören zu welchem Grad?

6 Min.
03
Finanzierung

Höherstufung des Pflegegrades — wann und wie?

Wenn sich der Zustand verschlechtert, kann ein höherer Pflegegrad beantragt werden. Das ist der Ablauf.

5 Min.
04
Finanzierung

Verhinderungspflege — die vergessene Leistung richtig nutzen

Bis zu 1.685 € jährlich für Vertretung bei Urlaub, Krankheit oder Auszeit pflegender Angehöriger.

6 Min.
05
Finanzierung

131 € Entlastungsbetrag — die einfachste Leistung, die niemand kennt

Jeder Pflegegrad hat Anspruch. So setzen Sie den Betrag richtig ein und lassen ihn nicht verfallen.

4 Min.
06
Alltag

Kurzzeitpflege — Überbrückung nach Krankenhaus oder Krise

Bis zu 8 Wochen stationäre Pflege, wenn zu Hause gerade nichts geht. So planen Sie den Platz.

5 Min.
07
Krankheitsbilder

Demenz zu Hause — den Alltag ruhig und sicher gestalten

Struktur, Ansprache, Wohnraum: 12 praktische Prinzipien, die Angehörige entlasten.

9 Min.
08
Krankheitsbilder

Chronische Wunden zu Hause — was Angehörige wissen sollten

Dekubitus, Ulcus cruris, diabetischer Fuß: Wie professionelle Wundversorgung im häuslichen Umfeld gelingt.

7 Min.
09
Angehörige

Entlassung aus dem Krankenhaus — die ersten 72 Stunden zu Hause

Übergangspflege, Hilfsmittel, Medikamente: Was in den kritischen ersten Tagen wirklich zählt.

6 Min.
10
Angehörige

Angehörige entlasten — wie man aus dem Autopiloten kommt

Über die stille Erschöpfung, konkrete Hilfen und die Erlaubnis, um Unterstützung zu bitten.

7 Min.
11
Grundlagen

Wohnraum anpassen — 4.180 € Zuschuss und was er möglich macht

Barrierefreies Bad, Treppenlift, Rampen: Wie Sie den wohnumfeldverbessernden Zuschuss richtig einsetzen.

6 Min.
12
Recht

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung — die zwei Dokumente, die wirklich zählen

Warum jeder Erwachsene beide braucht — und was drin stehen muss, damit sie funktionieren.

8 Min.
Kapitel 02 · Pflegekompass

Fünf Etappen. Ein Weg.

Pflege verläuft nicht in einer geraden Linie — aber sie folgt oft vergleichbaren Etappen. Der Pflegekompass zeigt, was in jeder Phase wichtig ist und welche Leistungen bereitstehen.

  1. 01
    Bevor Pflege überhaupt Thema wird

    Vorher — Vorbereiten, solange alles gut ist

    Der beste Zeitpunkt für Vorsorge ist der, an dem sie noch nicht nötig ist. Wer jetzt regelt, was er möchte, entlastet später die Familie.

    • Vorsorgevollmacht erstellen und registrieren
    • Patientenverfügung mit Hausarzt besprechen
    • Bank- und Kontovollmachten hinterlegen
    • Wichtige Dokumente zentral ablegen und Angehörige informieren
    • Wohnraum kritisch prüfen (Sturzquellen)
  2. 02
    Erste Anzeichen, Diagnose, akuter Fall

    Beginn — Pflegebedarf entsteht

    Vieles passiert gleichzeitig: neue Diagnose, Fragen zur Finanzierung, Suche nach Unterstützung. Wir sortieren mit Ihnen die nächsten Schritte.

    • Pflegegrad-Antrag stellen (rückwirkend ab Antragsmonat)
    • Hausarzt und Fachärzte einbinden
    • Pflegeberatung nach §7a SGB XI kostenlos in Anspruch nehmen
    • Ambulanten Pflegedienst kontaktieren und Erstgespräch führen
    • Wichtige Hilfsmittel per Rezept beantragen
  3. 03
    Laufende Versorgung, mehrere Monate bis Jahre

    Während — Alltag mit Pflege gestalten

    Der Alltag pendelt sich ein. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Entlastungsleistungen, Wohnraumanpassung und regelmäßige Verhinderungspflege.

    • Entlastungsbetrag (131 €/Monat) nutzen — nicht verfallen lassen
    • Verhinderungspflege stundenweise fest einplanen
    • Wohnraum anpassen: bis 4.180 € Zuschuss
    • Pflegekurse für Angehörige (kostenlos)
    • Höherstufung prüfen, wenn Bedarf steigt
  4. 04
    Krankenhausaufenthalt, Sturz, plötzliche Verschlimmerung

    Krise — akute Verschlechterung

    In Krisenphasen kommt vieles auf einmal. Nutzen Sie das Entlassungsmanagement, Kurzzeitpflege und schnelle Höherstufung.

    • Sozialdienst im Krankenhaus einbinden
    • Übergangspflege §39e SGB V beantragen
    • Kurzzeitpflege-Platz frühzeitig sichern
    • Pflegegrad-Höherstufung anstoßen
    • Angehörige selbst entlasten (Verhinderungspflege)
  5. 05
    Nach dem Tod eines Angehörigen

    Danach — Abschied und Neubeginn

    Wenn Pflege endet, bleibt Trauer — und eine Reihe formaler Aufgaben. Wir stehen auch in dieser Zeit an Ihrer Seite.

    • Totenschein und Sterbeurkunde organisieren
    • Kranken-, Pflege- und Rentenkasse informieren
    • Testament beim Nachlassgericht abgeben
    • Verträge, Abos und Mitgliedschaften kündigen
    • Trauerbegleitung nutzen — auch Wochen später
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