Ratgeber für Angehörige
und pflegende Familien.
Pflege ist selten geplant. Umso wichtiger, dass jemand die Landkarte kennt. Hier finden Sie fundierte Artikel, einen Kompass durch alle Phasen, praktische Checklisten und kostenlose Vorlagen — geprüft von unserer Pflegeberatung.
Aktuelle Beiträge
Pflegegrad beantragen — Schritt für Schritt zum richtigen Antrag
Vom Erstantrag bei der Pflegekasse bis zum MD-Gutachten: So bereiten Sie sich vor und vermeiden typische Fehler.
- Antrag rückwirkend gültig ab Antragsmonat
- MD-Begutachtung nach 6 Modulen
- 25 Werktage Bearbeitungsfrist
- Widerspruchsfrist: 4 Wochen
Pflegegrad 1 bis 5 — was hinter den Zahlen steckt
Von geringen Beeinträchtigungen bis zur schwersten Pflegebedürftigkeit: Welche Leistungen gehören zu welchem Grad?
Höherstufung des Pflegegrades — wann und wie?
Wenn sich der Zustand verschlechtert, kann ein höherer Pflegegrad beantragt werden. Das ist der Ablauf.
Verhinderungspflege — die vergessene Leistung richtig nutzen
Bis zu 1.685 € jährlich für Vertretung bei Urlaub, Krankheit oder Auszeit pflegender Angehöriger.
131 € Entlastungsbetrag — die einfachste Leistung, die niemand kennt
Jeder Pflegegrad hat Anspruch. So setzen Sie den Betrag richtig ein und lassen ihn nicht verfallen.
Kurzzeitpflege — Überbrückung nach Krankenhaus oder Krise
Bis zu 8 Wochen stationäre Pflege, wenn zu Hause gerade nichts geht. So planen Sie den Platz.
Demenz zu Hause — den Alltag ruhig und sicher gestalten
Struktur, Ansprache, Wohnraum: 12 praktische Prinzipien, die Angehörige entlasten.
Chronische Wunden zu Hause — was Angehörige wissen sollten
Dekubitus, Ulcus cruris, diabetischer Fuß: Wie professionelle Wundversorgung im häuslichen Umfeld gelingt.
Entlassung aus dem Krankenhaus — die ersten 72 Stunden zu Hause
Übergangspflege, Hilfsmittel, Medikamente: Was in den kritischen ersten Tagen wirklich zählt.
Angehörige entlasten — wie man aus dem Autopiloten kommt
Über die stille Erschöpfung, konkrete Hilfen und die Erlaubnis, um Unterstützung zu bitten.
Wohnraum anpassen — 4.180 € Zuschuss und was er möglich macht
Barrierefreies Bad, Treppenlift, Rampen: Wie Sie den wohnumfeldverbessernden Zuschuss richtig einsetzen.
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung — die zwei Dokumente, die wirklich zählen
Warum jeder Erwachsene beide braucht — und was drin stehen muss, damit sie funktionieren.
Fünf Etappen. Ein Weg.
Pflege verläuft nicht in einer geraden Linie — aber sie folgt oft vergleichbaren Etappen. Der Pflegekompass zeigt, was in jeder Phase wichtig ist und welche Leistungen bereitstehen.
- 01Bevor Pflege überhaupt Thema wird
Vorher — Vorbereiten, solange alles gut ist
Der beste Zeitpunkt für Vorsorge ist der, an dem sie noch nicht nötig ist. Wer jetzt regelt, was er möchte, entlastet später die Familie.
- ▸Vorsorgevollmacht erstellen und registrieren
- ▸Patientenverfügung mit Hausarzt besprechen
- ▸Bank- und Kontovollmachten hinterlegen
- ▸Wichtige Dokumente zentral ablegen und Angehörige informieren
- ▸Wohnraum kritisch prüfen (Sturzquellen)
- 02Erste Anzeichen, Diagnose, akuter Fall
Beginn — Pflegebedarf entsteht
Vieles passiert gleichzeitig: neue Diagnose, Fragen zur Finanzierung, Suche nach Unterstützung. Wir sortieren mit Ihnen die nächsten Schritte.
- ▸Pflegegrad-Antrag stellen (rückwirkend ab Antragsmonat)
- ▸Hausarzt und Fachärzte einbinden
- ▸Pflegeberatung nach §7a SGB XI kostenlos in Anspruch nehmen
- ▸Ambulanten Pflegedienst kontaktieren und Erstgespräch führen
- ▸Wichtige Hilfsmittel per Rezept beantragen
- 03Laufende Versorgung, mehrere Monate bis Jahre
Während — Alltag mit Pflege gestalten
Der Alltag pendelt sich ein. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Entlastungsleistungen, Wohnraumanpassung und regelmäßige Verhinderungspflege.
- ▸Entlastungsbetrag (131 €/Monat) nutzen — nicht verfallen lassen
- ▸Verhinderungspflege stundenweise fest einplanen
- ▸Wohnraum anpassen: bis 4.180 € Zuschuss
- ▸Pflegekurse für Angehörige (kostenlos)
- ▸Höherstufung prüfen, wenn Bedarf steigt
- 04Krankenhausaufenthalt, Sturz, plötzliche Verschlimmerung
Krise — akute Verschlechterung
In Krisenphasen kommt vieles auf einmal. Nutzen Sie das Entlassungsmanagement, Kurzzeitpflege und schnelle Höherstufung.
- ▸Sozialdienst im Krankenhaus einbinden
- ▸Übergangspflege §39e SGB V beantragen
- ▸Kurzzeitpflege-Platz frühzeitig sichern
- ▸Pflegegrad-Höherstufung anstoßen
- ▸Angehörige selbst entlasten (Verhinderungspflege)
- 05Nach dem Tod eines Angehörigen
Danach — Abschied und Neubeginn
Wenn Pflege endet, bleibt Trauer — und eine Reihe formaler Aufgaben. Wir stehen auch in dieser Zeit an Ihrer Seite.
- ▸Totenschein und Sterbeurkunde organisieren
- ▸Kranken-, Pflege- und Rentenkasse informieren
- ▸Testament beim Nachlassgericht abgeben
- ▸Verträge, Abos und Mitgliedschaften kündigen
- ▸Trauerbegleitung nutzen — auch Wochen später
Damit im entscheidenden Moment nichts fehlt.
Sechs praktische Checklisten für die verschiedenen Etappen — zum Ausdrucken, Abhaken und für Angehörige weitergeben.
Erstgespräch mit dem Pflegedienst
Was Sie beim ersten Termin klären sollten — damit die Zusammenarbeit von Anfang an passt.
Krankenhausentlassung — Checkliste vor Abreise
Diese Punkte müssen VOR dem Entlassungstag geklärt sein.
Pflegegrad-Antrag & MD-Begutachtung
Vorbereitung für den Besuch des Medizinischen Dienstes.
Sturzprophylaxe in der Wohnung
Ein Rundgang durch jedes Zimmer — mit dem Blick eines Physiotherapeuten.
Medikamente sicher managen
Für Angehörige, die die Medikation im Blick behalten müssen.
Nach dem Tod eines Angehörigen — die ersten Tage
Was formal zu erledigen ist, wenn der Kopf gerade nicht klar denken kann.
Vorlagen &
Muster
Kostenlose PDF-Vorlagen zu allen wichtigen Themen: Vorsorge, Patientenverfügung, Betreuung, Pflegetagebuch und mehr. Zusammengestellt und geprüft von unserer Pflegeberatung.
Alle Downloads öffnen- 01Vorsorgevollmacht (Muster)
Umfassende Vorlage nach Empfehlung des Bundesjustizministeriums — mit Erläuterungen zu jedem Abschnitt.
VorlagePDF · 180 KB - 02Patientenverfügung (Muster)
Konkret formulierte Muster-Verfügung mit Textbausteinen zu lebensverlängernden Maßnahmen.
VorlagePDF · 220 KB - 03Betreuungsverfügung
Für den Fall, dass Sie keine Vollmacht ausstellen, aber Ihren Wunschbetreuer bestimmen möchten.
VorlagePDF · 120 KB - 04Pflegetagebuch
Wochenformular für die Vorbereitung auf den MD-Besuch — nach den 6 Modulen des NBA.
FormularPDF · 160 KB - 05Medikamentenplan (Vorlage)
Übersichtliches Formular für alle regelmäßig eingenommenen und Bedarfsmedikamente.
VorlagePDF · 90 KB - 06Notfallblatt für den Kühlschrank
Alle wichtigen Informationen kompakt auf einem Blatt — für den Notarzt gut sichtbar.
VorlagePDF · 80 KB - 07Checkliste: Erstgespräch Pflegedienst
Alle Unterlagen und Fragen, die Sie zum ersten Termin dabeihaben sollten.
ChecklistePDF · 110 KB - 08Leistungsübersicht Pflegekasse 2025
Alle Beträge auf einen Blick: Pflegegeld, Sachleistung, Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege.
ÜbersichtPDF · 140 KB






